Amsterdam ist eine Stadt, die von allen geliebt wird, weil sie für jeden Besuchertyp etwas zu bieten hat.

Sie ist eine der grünsten Hauptstädte Europas, daher hat sie vor allem in den zahlreichen und prächtigen Stadtparks, wie dem Vondelpark und dem Amstelpark, aber auch im Botanischen Garten viel öffentliches Grün erhalten. Letzter beheimatet mehr als 6.000 tropische und einheimische Bäume und Pflanzen.

Die niederländische Hauptstadt ist auch bei Kunst- und Architekturkennern bekannt und geschätzt, denn über die ganze Stadt verstreut gibt es prächtige bürgerliche und religiöse Gebäude, die ihre Bauzeit stilistisch widerspiegeln.                                                                                            Die meisten davon sind Renaissancebauten wie das Huis De Dolphijn, aber es gibt auch Barockbauten wie das Trippenhuis.

Ein weiteres Highlight der Stadt sind ihre Museen, die sich zum größten Teil in der Innenstadt im sogenannten „Museumkwartier“ konzentrieren, und zwar „Museumsviertel“.

Eines der wichtigsten und meistbesuchten ist das Stedelijk Museum mit Blick auf den Museumplein. 

In seinen vielen Räumen sind Werke von unschätzbarem Wert mit einem Schwerpunkt auf moderner und zeitgenössischer Kunst erhalten.

Einige der prominenten Künstler der Sammlung sind Chagall, unter seinen Werken erwähnen wir „Der Geiger“, aber auch Matisse, Pollock, Warhol und Fontana.

Neben der permanenten Sammlung beherbergt das Museum das ganze Jahr über verschiedene temporäre Ausstellungen aufstrebender Künstler, sodass jeder Besuch ein neues und spannendes Erlebnis ist.

Geschichte des Gebäudes

Das Stedelijk Museum ist das bedeutendste Museum Amsterdams in Bezug auf moderne und zeitgenössische Kunst.

Die Idee, in der Hauptstadt ein Gebäude zu bauen, das nicht nur Gemälde, sondern auch Skulpturen und andere künstlerische Produkte der großen Meister der Zeit beherbergen sollte, kam 1874 dem Bankier Christiaan Pieter van Eeghen.

Er finanzierte zusammen mit einer großen Gruppe von Privatbürgern den Bau und drängte dann auf die Übertragung einiger Werke aus dem Rijksmuseum in den Neubau des Architekten Adriaan Willem Weissman. 

Letzter wurde vom Neorenaissance-Stil inspiriert, sodass das Gebäude die typischen Merkmale niederländischer Renaissance-Bauten, wie die roten Backsteinfassaden, aufweist.

Im Laufe der Jahre erweiterte sich das Gebäude und es erfuhr auch mehrere Modernisierungen. Der erste Innovator war der Museumsdirektor Willem Sandberg, der Ende der 1930er Jahre beschloss, alle Innenwände weiß zu streichen, um die Spuren der Vergangenheit zu löschen und neue Ausstellungsräume zu schaffen.

Heute wies das Museum neben dem Hauptteil den Benthem-Crouwel-Flügel auf, der wegen seiner Form und weißen Farbe scherzhaft „Badewanne“ genannt wird. Es ist ein zusätzlicher Ausstellungsbereich, der auch den Museumsshop, ein Restaurant, eine Bibliothek und ein Auditorium beherbergt.

Dorthin kommen

Das Stedelijk Museum befindet sich in der Stadtmitte, im sogenannten „Museumkwartier“  und zwar „Museumsviertel", also nur wenige Gehminuten von vielen anderen Stätten historischer, künstlerischer und kultureller Bedeutung entfernt. 

Die Museumsadresse lautet : Museumplein 10, 1071 DJ Amsterdam.

Der Museumplein oder „Museumsplatz“ ist eine grasbewachsene Freifläche, die nicht nur vom Stedelijk Museum, sondern auch von den beiden anderen wichtigsten Museen der Hauptstadt, nämlich dem Van Gogh Museum und dem Rijksmuseum, überragt wird.

Aufgrund der zentralen Lage ist dieses Museum gar nicht schwer zu erreichen. Außerdem ist Amsterdam auch für sein gut funktionierendes öffentliches Verkehrssystem bekannt.

Falls Sie in der Innenstadt sind, dann empfehlen wir Ihnen, es zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreicht. Ansonsten können Sie den Bus N88 oder die Straßenbahnen 3, 5 und 12 nehmen, die direkt am Museumplein halten.

Kunstsammlungen

Die Sammlungen des Museums sind sowohl vielfältig als auch zahlreich, man denke nur, dass insgesamt die Zahl von 100.000 ausgestellten künstlerischen Produkten erreicht ist.

Das Museum beherbergt nicht nur permanente Sammlungen, sondern auch temporäre Ausstellungen mit Werken anderer niederländischer Museen und aus Museen auf der ganzen Welt.

Die permanente Sammlungen sind diejenigen, die in dem Gebäude ausgestellt sind, das zwischen 1891 und 1895 von Weissman entworfen und gebaut wurde.                                                                        

Diese Sammlungen umfassen echte europäische und internationale Meisterwerke des 20. Jahrhunderts, insbesondere der Malerei, zum Beispiel Werke von Künstlern wie den Franzosen Chagall und Matisse, den Amerikanern Pollock und Warhol und dem Italiener Fontana. 

Das Museum konzentriert sich auf moderne und zeitgenössische Kunst, so dass die Werke den historischen Avantgarden, aber auch und insbesondere künstlerischen Strömungen wie De Stijl, Cobra, New Realism, Pop Art, Color Field Painting, Zero und Minimal Art zugeschrieben werden können.

Die Beachtung der neuesten Entwicklungen im künstlerischen Bereich, das reiche jährliche Angebot an Ausstellungen und die Digitalisierung machen dieses Museum einzigartig.

Chagall

Marc Chagall war einer der revolutionärsten Künstler des 20. Jahrhunderts, bedenkt man nur, dass es für Kunsthistoriker bis heute sehr schwierig ist, ihn in eine bestimmte künstlerische Richtung einzuordnen.

Er wurde 1887 in Witebsk, damals Teil des Russischen Kaiserreiches, in eine eher bescheidene jüdische Familie geboren, die sich aber der Kunst verschrieb.

Aufgewachsen kommt er der Malerei auch durch den Umzug in die Weltstadt St. Petersburg immer näher. Seine ersten Inspirationsquellen im malerischen Bereich sind die Vertreter der Fauves, insbesondere Matisse, von dem er sich in der symbolträchtigen und evokativen Verwendung von Farbe inspirieren lässt.

Eine weitere Schlüsselstadt für Chagalls künstlerische Karriere war Paris. Die französische Hauptstadt fungierte für ihn als echte „Akademie", tatsächlich ließ er sich von den Künstlern der historischen Avantgarden, die dort wohnten und arbeiteten, beeinflussen.

Trotz einiger kurzer Rückkehr in seine Heimat hat Chagall Frankreich nie verlassen, so dass er sogar die Staatsbürgerschaft dieses Landes erhielt.

Seine Gemälde, von denen viele im Stedelijk Museum zu bewundern sind, wirken wie auf Leinwand fixierte Träume und vereinen das Heilige und das Profane in einer einfach magischen Kombination, auch dank der Farbkontraste. 

Matisse

Das Stedelijk Museum beherbergt auch viele Werke eines der oben genannten Künstler, nämlich Henri Matisse.

Letzter, der zwischen 1800 und 1900 lebte, gehörte zur ersten künstlerischen Avantgarde der Geschichte, und zwar zum Expressionismus.

Matisse war insbesondere der prominenteste Vertreter des Fauvismus, also der sich in Frankreich entwickelnden expressionistischen Stilrichtung. 

Der Name „Fauvismus“ leitet sich von „fauves“ ab, was aus dem Französischen „Bestien“ bedeutet. Tatsächlich haben sich die Künstler dieser neuen Bewegung diesen abwertenden Ausdruck wieder angeeignet, der von den Kritikern der Zeit gegen sie verwendet wurde.

Sie wurden so genannt wegen der expressiven Gewalt der verwendeten Farben, aber auch wegen des revolutionären Charakters der Anwendung der Farben selbst und der oft nur stilisierten Sujets.

Im Laufe seiner Karriere hat Matisse jedoch seine Kunstauffassung oft verändert und hat sich nie gescheut, mit neuen Stilen zu experimentieren, beispielsweise auch mit der Abstrakten Kunst. 

Pollock

Das 20. Jahrhundert weiht auch die US-amerikanische Kunst ins Rampenlicht der Welt.

Einer der am meisten geschätzten US-amerikanischen Künstler, aber auch der umstrittensten und provokativsten, ist sicherlich Jackson Pollock, der als erster internationale Anerkennung fand.

Er wurde 1912 in Wyoming als Sohn einer sehr bescheidenen Familie geboren, so dass er bald nach New York ziehen musste, um einen fruchtbareren Boden zu finden, auf dem er seiner Leidenschaft, der Kunst, freien Lauf lassen konnte. 

Der Wendepunkt in Pollocks Karriere kam mit der Begegnung mit der Kunstsammlerin und Galeristin Peggy Guggenheim, die zuerst an ihn glaubte und ihm die Möglichkeit bot, eine eigene Ausstellung einzurichten.

Der Erfolg kam Ende der 1940er Jahre, als Pollock eine revolutionäre Technik entwickelte, die noch nie zuvor verwendet wurde, nämlich das „Dripping“.                                                                                       

Diese Technik bestand darin, die Farbe mit Hilfe verschiedener Werkzeuge auf die Leinwand tropfen zu lassen, was Pollock zu einem Exponenten sowohl des Action Paintings als auch des Abstrakten Expressionismus machte.

Eines seiner ersten Werke, die mit dieser Technik hergestellt wurden, ist „Reflection of the Big Dipper“, das im Stedelijk Museum aufbewahrt wird.

Warhol

Ein weiterer großer US-amerikanischer Künstler sowie Genie und Innovator, der dazu beigetragen hat, New York zum wichtigsten künstlerischen Zentrum des 20. Jahrhunderts zu machen, war Andy Warhol.

Er wurde im Jahr 1928 geboren und erlebte den wirtschaftlichen Aufschwung seines Landes in vollen Zügen, was seine Kunst enorm beeinflusst hat.

Niemand war wie er in der Lage, die tiefgreifenden Veränderungen in der Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg zu begreifen und sie zutiefst ironisch und sogar dreist zu interpretieren und zu Kunst zu machen.

Warhol war der erste, der den Begriff der Serienfertigung in den Kontext von Kunstwerken einführte und daher kann man sagen, dass er die Kunst zu einem Konsumprodukt gemacht hat.

Nicht nur fertigte er seine Gemälde in Serie, indem er nur die Farben oder Texturen änderte, sondern stellte er auch den grassierenden Konsumismus als Thema seiner Werke dar, die aus diesem Grund als „poppig“ bezeichnet werden. 

Wie kann man die Serigraphien vergessen, die die Dosen von „Campbell's Soup“ oder die Glasflaschen von „Coca-Cola“ zeigen?

Fontana

Ein anderer ebenso revolutionärer Künstler, wenn auch weniger verstanden und vielleicht aus diesem Grund weniger berühmt, ist Lucio Fontana.

Er wurde 1899 in Rosario in Argentinien geboren, aber seine Familie italienischer Herkunft kehrte nach seiner Geburt in ihre Heimat zurück. Bezüglich seiner künstlerischen Ausbildung ist insbesondere die Accademia di Brera in Mailand zu erwähnen, die es ihm ermöglichte, sich vor allem der Bildhauerkunst zu widmen.

Fontana zeigte schon immer großes Interesse an der Vorstellung von Raum und Tiefe, weil er von der bildenden Kunst stark beeinflusst war, und als er begann, sich der Welt der Malerei zu nähern, machte er die Leinwand zur Bühne für etwas noch nie Dagewesenes.

Seine berühmtesten Werke zeigen Schnitte, die laut Fontana dem Raum erlauben, das Werk nicht nur zu enthalten, sondern zu einem integralen Bestandteil desselben zu werden. Diese Durchdringung zwischen Umgebung und künstlerischem Objekt dient dazu, eine dritte Dimension zum Leben zu erwecken.

Die Aufmerksamkeit für den Raum führte ihn zur Gründung einer echten Bewegung namens Spatialismus, die 1946 geboren wurde.

Das Stedelijk Museum beherbergt verschiedene Werke dieses talentierten Künstlers.

Informationen zum Besuch

Hier ist alles, was Sie über das Stedelijk Museum wissen müssen:

- Das Museum ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet;

- Der Eintritt ist für Personen von 0 bis 18 Jahren kostenlos;

- Der Preis für Erwachsene beträgt 20 Euro;

- Der Preis für Studenten beträgt 10 Euro (weitere Informationen zu den Preisen finden Sie auf der offiziellen Website des Stedelijk Museums);

- Zur Zeit wird es dringend empfohlen, den Besuch online unter Angabe von Tag und Zeitfenster zu buchen. Der Ticketkauf an der Museumskasse ist auch am selben Tag möglich, jedoch wird der Zugang nur dann gewährleistet, wenn bei Online-Reservierungen nicht bereits die maximale Kapazität erreicht wurde;

- Sie können das Museum in Begleitung eines Führers besuchen oder sich für eine eigenständige Tour entscheiden. In letzterem Fall können Sie einen kostenlosen Multimedia-Führer anfordern, um die wichtigsten Informationen über die Sammlung auf Niederländisch oder Englisch zu erhalten;

- Das Museum ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich;

- Blindenhunde sind erlaubt.

Sehenswürdigkeiten Amsterdams

Die niederländische Hauptstadt ist eine Stadt voller Attraktionen für Touristen, die sich entscheiden, dorthin zu gehen und sie zu besuchen.

Um das Beste von Amsterdam zu entdecken, leihen Sie sich ein Fahrrad an einem der vielen in der Stadt verteilten bike points oder tragen Sie bequeme Schuhe und machen Sie sich auf den Weg!

Die malerischen Brücken über die Kanäle geben der Stadt den Namen „Venedig des Nordens“ und auch hier wird den Besuchern die Möglichkeit geboten, mit einem Boot eine andere Perspektive auf die Stadt zu genießen.

Naturliebhabern empfehlen wir einen Besuch der zahlreichen Stadtparks, wie dem Vondel- und dem Oosterpark, aber auch dem Botanischen Garten von Amsterdam, der zu den ältesten der Welt zählt.

Neben dem Stedelijk Museum lohnt es sich auch, die beiden anderen Museen mit Blick auf den Museumplein zu besuchen, nämlich das Rijksmuseum und das Van Gogh Museum, sowie das Anne-Frank-Haus, das ein symbolträchtiger Ort ist.

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Eine der beliebtesten Hauptstädte Nordeuropas ist definitiv Amsterdam.

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