Tragbarkeit ist das Schlüsselwort für die Looks im Herbst 2016: Frisuren für den Alltag von Frauen und Männern, die ein frenetisches Leben führen und nur wenig Zeit fürs Haarstyling haben.

"Kein Platz für Extreme und Extravaganz. Der Look muss schlicht und einfach zu gestalten sein, sowohl für Männer wie für Frauen."

Eine Ausnahme stellen die Farben dar, wo sich zum „traditionellen“ Blond, Braun und Rot neue exzentrische Nuancen in allen Farben des Regenbogens gesellen. Ein Trend für die Jugend, der sich aber langsam in allen Altersgruppen durchsetzt und oft nur die Haarspitzen oder einige Strähnen hervorhebt. Die innovativsten Farben? Rosa, Grün, Hellblau und Orange, am liebsten in Pastell.

Die Looks für Sie

Schulterlange Haare stehen im Vordergrund, beliebt sind weiterhin der Bob und kurze Schnitte, sehr lange Haare treten dagegen in den Hintergrund. Was den Stil betrifft, heißt der große Trend messy, das heißt „kunstvoll zerzaust“: Ein sehr lässiger Look, bei dem die Haare (ziemlich) ungekämmt aussehen. Er wirkt sehr natürlich und eignet sich sowohl für glatte wie für wellige Haare. Apropos Wellen, auch hier zeichnet sich ein neuer Trend ab – destrukturierte Locken, die aussehen, als habe man die Haare mit den Fingern gekämmt. Stellen Sie sich vor, mit Ihren Haaren zu spielen und Strähnen um Ihre Finger zu wickeln: So entstehen die finger waves, die in diesem Herbst en vogue sind. Auch das Haarvolumen nimmt in diesem Herbst zu: Nach Jahren, in denen extrem glattes Haar vorherrschte, kehrt lockiges Haar in jeder Form zurück, allerdings gibt die Mode gut definierte Wellen vor. Was die Hairstyles angeht, stehen die Looks auf den Laufstegen im Zeichen von Tragbarkeit und inspirieren sich an einem sportlichen Stil, bei dem die Haare zusammengebunden werden, damit sie die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Grünes Licht also für einfache Pferdeschwänze, lockere Chignons, vor allem aber Zöpfe, am besten mehr als einer. Die interessantesten sind die ab dem Haaransatz geflochtenen „Boxer Braids“, wie sie Boxerinnen tragen (Hilary Swank machte es in Million Dollar Baby vor).

Die Haartrends für Ihn

Die Looks für die nächsten Saison sind sowohl vintage wie rockig. Zwei Tendenzen herrschen vor: Die erste ist klassisch und inspiriert sich an den Hollywoodschauspielern der 50er und 60er Jahre. Die zweite hingegen steht im Zeichen der rebellischen Rocksänger der 80er, als voluminöse, wilde Haare vorherrschten. Das bedeutet, dass die Schnitte im Herbst sowohl ordentlich wie lässig sind und eigentlich allen Männern gefallen müssten. Wer einen klassischen Look bevorzugt, wird also einen sehr kurzen Schnitt wählen oder einen „angemessen“ im Nacken und an den Seiten ausrasierten Schnitt. Man trägt ihn mit Seitenscheitel und Gel, die Stirn bleibt frei. Die Liebhaber des „rockigen Styles“ hingegen haben zwei Optionen: einen kurzen (aber nicht zu sehr) oder einen mittellangen Schnitt, wobei die Haarlänge nicht über die Ohren reicht. In beiden Fällen fallen die Haare frei und werden nicht mit Gel modelliert. Und schließlich der Hipster-Look: Bärte und Schnauzbärte sind weiter en vogue, sollten aber auf die Haare abgestimmt sein. Wenn die Frisur sehr gepflegt ist, muss sich das auch auf den Wangen widerspiegeln.

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